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  • Betoninstandsetzung
  • DIN EN 1504
  • Parkhaus & Industrie
  • laufender Betrieb

Beton­instandsetzungfür Parkhaus, Industrie und Gewerbe.

Eine Schadstelle, die nur überbeschichtet wird, kommt wieder. Risse, Ausbrüche, Rostfahnen und abgelöste Altbeschichtungen haben eine Ursache, und die muss behoben sein, bevor eine neue Schicht auf den Beton kommt. IBS setzt Bodenplatten, Parkdecks, Stützen und Wände instand und schützt sie danach mit dem passenden Oberflächenschutz. Abtragen, Strahlen und Schleifen erledigen wir mit eigenen Maschinen.

03Haftbrücke02Bewehrung entrostet, Korrosionsschutz04Reprofilierung, PCC-Mörtel06Oberflächenschutz05Riss, über Packer injiziert01Stahlbeton, Bestand
Abb. — Schnitt Betoninstandsetzung, schematisch

(01) Eckdaten

Technische Eckdaten.

Richtwerte – der konkrete Aufbau richtet sich nach Untergrund, Belastung und Herstellerzulassung.

Basis
EP / PU / PCC
Schäden
Risse, Ausbrüche, Bewehrung
Ausführung
abschnittsweise möglich
  • Rissinjektion & Rissverfüllung
  • Ausbrüche & Abplatzungen
  • Fugen- und Kantensanierung
  • Entfernen alter Beschichtungen
  • Bewehrung entrosten & reprofilieren
  • Neubeschichtung nach Sanierung

(02) Fachwissen


Wann ist eine Beton­instandsetzung nötig?

Staplerverkehr, Punktlasten von Regalen, Tausalz, Öle und Temperaturwechsel setzen dem Beton jeden Tag zu. Irgendwann sieht man das. Aus einem Haarriss wird ein Ausbruch, aus einer angeschlagenen Fugenkante eine Stolperstelle, und an der Deckenunterseite zeichnet sich die erste Rostfahne ab.

Auf Baustellen begegnen uns immer wieder dieselben Schadensbilder: Altbeschichtungen, die nie richtig auf dem Untergrund gehaftet haben, uneben verlegter Estrich, Beton ohne fachgerechtes Gefälle und in älteren Parkhäusern Chloride im Beton. Keines dieser Probleme löst eine neue Deckschicht.

Wer früh handelt, zahlt weniger als für einen späteren Abbruch.

Betroffen sind nicht nur Böden. Bei Stahlbeton zeigen sich Schäden ebenso an Stützen, Wänden, Unterzügen, Deckenunterseiten und Balkonen, also überall dort, wo Feuchte, Salz oder Kohlendioxid an die Bewehrung gelangen.

  • Risse im Beton oder in der Beschichtung
  • Ausbrüche, Abplatzungen und ausgebrochene Fugenkanten
  • Rostfahnen und Abplatzungen über der Bewehrung
  • Staubender, absandender Beton
  • Abgelöste oder blasige Beschichtungen

Bestands­aufnahme: erst prüfen, dann instand setzen

Bei Stahlbetonbauteilen beginnt jede Betoninstandsetzung mit einer Bestandsaufnahme durch einen sachkundigen Planer. Er ermittelt, wie weit die Carbonatisierung in den Beton vorgedrungen ist, wie hoch der Chloridgehalt in den einzelnen Tiefen liegt und wie viel Betondeckung über der Bewehrung tatsächlich vorhanden ist. Die Lage der Bewehrung wird geortet, Hohlstellen werden abgeklopft und kartiert. Erst mit diesen Daten lässt sich sagen, welche Bereiche abgetragen werden müssen und welche nur einen Schutz brauchen.

Bei Bodenflächen ohne tragende Funktion prüfen wir selbst: Haftzugfestigkeit, Restfeuchte, Rissbreiten und Rissbewegungen. Löst sich die Beschichtung, weil sie auf Zementschlämme aufgebracht wurde? Steht Wasser, weil das Gefälle fehlt? Solange die Ursache offen ist, behandelt jede Maßnahme nur das Symptom.


Instandsetzungs­planung nach TR Instand­haltung und DIN EN 1504

Aus dem Befund entsteht das Instandsetzungskonzept. Für Stahlbetonbauteile wird es nach der Technischen Regel Instandhaltung des DIBt beziehungsweise der Instandhaltungs-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton aufgestellt. Die eingesetzten Produkte und Verfahren entsprechen DIN EN 1504.

Der Plan legt fest, wo Beton abgetragen wird, wie die Bewehrung geschützt wird, mit welchem Mörtel reprofiliert wird und welches Oberflächenschutzsystem den Abschluss bildet. Wir führen die Betoninstandsetzung nach diesem Konzept aus und dokumentieren jeden Schritt.


Betonabtrag, Bewehrung und Reprofilierung

Geschädigter, carbonatisierter oder chloridbelasteter Beton wird entfernt, bis tragfähiger Untergrund ansteht. Kleinere Stellen stemmen wir aus. Bei größeren Flächen oder wenn die Bewehrung geschont werden soll, kommt Höchstdruckwasserstrahlen zum Einsatz: Der Wasserstrahl löst den mürben Beton, ohne den Stahl zu beschädigen oder Erschütterungen in das Bauteil zu bringen.

Die freigelegte Bewehrung wird entrostet und erhält einen Korrosionsschutz. Danach folgt eine Haftbrücke, damit der neue Mörtel mit dem Altbeton verbunden ist. Reprofiliert wird mit kunststoffmodifiziertem PCC-Mörtel, bei großen Flächen und an Deckenunterseiten auch mit Spritzmörtel (SPCC). Ein Feinspachtel schließt Poren und Lunker und bereitet die Oberfläche für den Schutz vor.

An Rampen und Parkdecks legen wir beim Reprofilieren auch das Gefälle neu an, wenn es bisher gefehlt hat. Sonst bleibt das Salzwasser genau dort stehen, wo der Beton gerade erneuert wurde.

Muss eine Fahrfläche schnell wieder frei sein, setzen wir bei kleineren Ausbrüchen auch schnell erhärtenden Epoxidharzmörtel ein.


Risse sanieren: Injektion mit EP und PU

Zwei Fragen entscheiden über das Verfahren. Bewegt sich der Riss noch? Und soll er kraftschlüssig geschlossen oder nur abgedichtet werden?

Kraftschlüssig mit Epoxidharz

Ruhende Risse, die die Tragfähigkeit beeinträchtigen, injizieren oder verfüllen wir mit niedrigviskosem Epoxidharz. Das Harz verbindet die Rissflanken fest miteinander, die Fläche ist danach wieder voll belastbar.

Dehnfähig mit Polyurethan

Arbeitet ein Riss noch oder dringt Wasser durch, dichten wir ihn mit Polyurethan dehnfähig ab. Bleiben die Bewegungen dauerhaft, gehört darüber eine rissüberbrückende Beschichtung, auf Fahrflächen etwa ein OS 11-System.


Ausbrüche, Fugenkanten und alte Beschichtungen

Fugen sind die Schwachstelle Nummer eins im Industrieboden. Ausgebrochene Fugenkanten bauen wir mit Epoxidharzmörtel neu auf, verschlissene Fugenfüllungen werden ersetzt. In Bereichen nach Wasserhaushaltsgesetz dürfen Fugen nur mit zugelassenen Systemen durch einen Fachbetrieb abgedichtet werden. IBS ist dafür nach § 62 AwSV zertifiziert.

Eine abgelöste Beschichtung einfach noch einmal zu überstreichen, davon raten wir ab. Die neue Schicht haftet auf der alten, die alte nicht auf dem Beton, und nach kurzer Zeit löst sich beides zusammen. Wir tragen solche Schichten vollständig ab. Der Kugelstrahler entfernt dünne Schichten und Zementschlämme, dicke oder zähe Altbeläge gehen wir mit der Fräse an, und der Diamantschleifer gleicht Unebenheiten in schlecht verlegtem Estrich aus.

Bei Böden anderer Betriebe finden wir für frühe Schäden immer wieder dieselben Gründe: keine fachgerechte Untergrundvorbereitung, ein System, das nicht zur Belastung passt, oder eine nicht fachgerecht ausgeführte Beschichtung.


Ober­flächen­schutz als Abschluss der Beton­instandsetzung

Reprofilierter Beton ohne Schutz ist nach einigen Wintern wieder dort, wo er angefangen hat. Deshalb endet jede Betoninstandsetzung bei uns mit einem Oberflächenschutzsystem, das zum Bauteil passt.

Wände, Stützen, Unterzüge und Deckenunterseiten erhalten OS 4 oder, bei feinen Rissen, die mineralische Variante OS 5b. Für befahrene Flächen wie Parkdecks, Rampen und Tiefgaragenböden kommen OS 8, OS 10 oder OS 11 in Frage. Welches System es wird, ergibt sich aus Rissbild, Lage im Bauwerk und Belastung. Auf freien Parkdecks mit Rissbewegungen ist das ein anderes als auf einer innenliegenden Bodenplatte.


Beton­instandsetzung in Parkhäusern und bei laufendem Betrieb

In älteren Parkhäusern und Tiefgaragen stoßen wir regelmäßig auf Chloride im Beton. Im Winter tragen Fahrzeuge salzhaltiges Schmelzwasser ein, über Risse und ungeschützte Flächen gelangt es an die Bewehrung. Sichtbar wird das an Rostfahnen und Abplatzungen an Deckenunterseiten, Stützenfüßen und Balkonplatten. Fehlt das Gefälle, steht das Salzwasser zusätzlich in Pfützen.

Eine Halle oder ein Parkhaus wochenlang zu schließen, ist für die wenigsten Betreiber eine Option. Wir teilen die Fläche in Abschnitte und arbeiten sie nacheinander ab. Zufahrten bleiben offen oder werden umgeleitet, staubintensive Arbeiten laufen mit Absaugung, und auch Nacht- und Wochenendarbeit ist möglich. Den Zeitplan legen wir vorab mit Ihnen fest.

Kurze Sperrzeiten gelingen nur mit Maschinen, die laufen. Kugelstrahler, Fräsen und Schleifer halten wir in unserer eigenen Werkstatt instand, statt auf Ersatz zu warten.


Kosten einer Beton­instandsetzung

Den Preis bestimmen Umfang und Tiefe der Schäden, die Menge an abzutragendem Beton, der Zustand der Bewehrung, die Flächengröße und das gewählte Schutzsystem. Arbeiten in Abschnitten oder nachts erhöhen den Aufwand.

Die Besichtigung ist kostenlos. Im Angebot stehen Abtrag, Reprofilierung, Rissbehandlung und Oberflächenschutz als einzelne Positionen. Vergleichen Sie Angebote nicht allein über den Quadratmeterpreis. Ohne gründliche Vorbereitung ist ein Angebot billiger, das Bauteil aber bald wieder ein Sanierungsfall.


(03) Fragen

Häufige Fragen zu Beton­instandsetzung.

Was ist der Unterschied zwischen Beton­instandsetzung und Boden­sanierung?

Bodensanierung meint die Instandsetzung von Bodenflächen, also Risse, Fugen, Ausbrüche und neue Beschichtung. Betoninstandsetzung umfasst zusätzlich Stahlbetonbauteile wie Stützen, Wände, Unterzüge und Deckenunterseiten, einschließlich Betonabtrag, Bewehrungsschutz und Reprofilierung.

Brauche ich für die Beton­instandsetzung einen Planer?

Bei Stahlbetonbauteilen ja. Bestandsaufnahme und Instandsetzungskonzept erstellt ein sachkundiger Planer nach TR Instandhaltung beziehungsweise DAfStb-Richtlinie. Wir arbeiten mit dem Planer zusammen und führen die Arbeiten nach seinem Konzept aus.

Wie werden Risse im Beton repariert?

Ruhende Risse verschließen wir kraftschlüssig mit Epoxidharz. Bewegt sich ein Riss noch oder führt er Wasser, wird er mit Polyurethan dehnfähig abgedichtet. Das Verfahren richtet sich nach Rissbreite, Rissbewegung und Ursache.

Was passiert mit freiliegender Bewehrung?

Der umgebende Beton wird bis auf tragfähigen Untergrund entfernt, der Stahl entrostet und mit einem Korrosionsschutz versehen. Danach folgen Haftbrücke, Reprofilierung mit PCC- oder Spritzmörtel und der Oberflächenschutz.

Kann das Parkhaus während der Arbeiten geöffnet bleiben?

In vielen Fällen ja. Wir arbeiten abschnittsweise und bei Bedarf nachts oder am Wochenende. Wie lange ein Abschnitt gesperrt ist, bestimmt das eingesetzte Material.

Muss die alte Beschichtung entfernt werden?

Lose, abgelöste oder chemisch geschädigte Schichten ja, und zwar vollständig. Wir tragen sie mit eigenen Kugelstrahlern, Fräsen oder Diamantschleifern ab. Fest haftende, intakte Schichten lassen sich anschleifen und überarbeiten.

Reicht es, Rostfahnen und Abplatzungen zu überstreichen?

Nein. Unter einer Rostfahne korrodiert die Bewehrung bereits, und ein Anstrich hält diesen Prozess nicht auf. Der Beton muss bis zum tragfähigen Untergrund abgetragen, der Stahl geschützt und die Stelle neu aufgebaut werden. Erst danach ist ein Oberflächenschutz sinnvoll.

Welche Bauteile setzen Sie instand?

Bodenplatten, Parkdecks, Rampen, Stützen, Wände, Unterzüge, Deckenunterseiten und Balkone. Von München aus arbeiten wir in Bayern und im Rhein-Main-Gebiet, größere Projekte übernehmen wir bundesweit.

(04) Weitere Systeme

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