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  • Hohlkehle
  • Sockelausbildung
  • Epoxidharzmörtel
  • fugenlos

Hohlkehlen und Sockelfür dichte Übergänge von Boden zu Wand.

Wo Boden und Wand aufeinandertreffen, entscheidet sich, ob eine Beschichtung sauber und dicht bleibt. In einer rechtwinkligen Ecke sammelt sich Schmutz, Reinigungswasser bleibt stehen, und an der Fuge zwischen Boden und Wand beginnen die Schäden. Eine Hohlkehle rundet diesen Übergang aus, ein Sockel führt die Beschichtung an der Wand hoch. Beides planen und bauen wir zusammen mit dem Boden.

02Grundierung05Sockelabschluss, sauber abgeklebt03Hohlkehle: Mörtel oder Fertigprofil04Beschichtung, als Sockel hochgezogen01Untergrund Boden und Wand
Abb. — Detail Hohlkehle und Sockel, schematisch

(01) Eckdaten

Technische Eckdaten.

Richtwerte – der konkrete Aufbau richtet sich nach Untergrund, Belastung und Herstellerzulassung.

Basis
EP-Mörtel
Anschluss
Boden / Wand / Stütze
Einsatz
Hygiene, WHG, Parkhaus
  • Großküchen & Lebensmittel
  • Labor & Pharma
  • WHG-Auffangräume
  • Stützen & Wände in Tiefgaragen

(02) Fachwissen


Was ist eine Hohlkehle?

Eine Hohlkehle ist eine gerundete Ausbildung der Ecke zwischen Boden und Wand. Wir formen sie aus Epoxidharzmörtel direkt vor Ort. Die Bodenbeschichtung läuft anschließend ohne Unterbrechung über die Kehle in den Wandsockel. So entsteht ein fugenloser Übergang ohne Kante, an der sich Schmutz festsetzen kann.

Radius der Kehle und Höhe des Sockels werden nach Nutzung festgelegt. Ein Labor braucht etwas anderes als ein Auffangraum oder eine Tiefgarage, und das klären wir vor Ort.


Hohlkehlen für Lebens­mittel­betriebe, Großküchen und Labore

In hygienisch sensiblen Räumen ist die Ecke zwischen Boden und Wand eine Schwachstelle. Fett, Speisereste und Keime setzen sich dort fest, wo Schrubber und Reinigungsmaschine nicht hinkommen. Eine Hohlkehle lässt sich mit demselben Gerät reinigen wie die Fläche selbst, Wasser läuft ab, statt in der Ecke zu stehen. Das gilt für Produktionsräume der Lebensmittelindustrie, für Großküchen, für Labore und für Räume in der Pharmaproduktion, also überall dort, wo Sauberkeit nachgewiesen werden muss und keine Schmutzecken bleiben dürfen.

Weil Kehle und Sockel aus demselben Harz bestehen wie die Bodenbeschichtung, halten sie auch denselben Reinigungsmitteln stand.


Dichte Anschlüsse in WHG-Flächen und Auffangräumen

Wo wassergefährdende Stoffe gelagert oder umgeschlagen werden, muss die Fläche dicht sein, auch an den Rändern. Ein Auffangraum ist nur so dicht wie sein Anschluss an Wände und Aufkantungen. Mit einer Hohlkehle und einer hochgezogenen Beschichtung schließen wir die Fläche lückenlos an das aufgehende Bauteil an.

Als Fachbetrieb nach § 62 AwSV, zertifiziert durch den TÜV SÜD, führen wir solche Flächen als WHG-Beschichtung aus und planen die Randdetails von Anfang an mit.


Sockel in Tiefgaragen gegen Spritzwasser und Tausalz

In Tiefgaragen schleudern Reifen das Salzwasser direkt gegen Stützen und Wandfüße. Gerade an diesem Übergang zeigen ältere Objekte die stärksten Chloridschäden.

Wir führen die Bodenbeschichtung an Stützen und Wänden als Sockel hoch. Darüber schließt der Wandschutz nach OS 4/OS 5b an. Vom Boden bis zur Wand entsteht so ein durchgehender Schutz ohne offene Fuge zwischen zwei Gewerken. Ist der Beton am Stützenfuß bereits geschädigt, setzen wir ihn vorher instand. Einen Sockel über salzbelasteten, mürben Beton zu legen, wäre nur Kosmetik.


Warn­markierung an Stützenfüßen

Stützen in Fahrgassen und an Stellplätzen sind Gefahrstellen. Auf Wunsch versehen wir die Stützenfüße mit gelb-schwarzen Streifen, wie sie die ASR A1.3 für die Kennzeichnung von Gefahrstellen vorsieht. Die Markierung wird zusammen mit dem Sockel ausgeführt und liegt im selben Beschichtungsaufbau.


Wie wird eine Hohlkehle hergestellt?

Eine gezogene Hohlkehle ist Handarbeit. Der Mörtel wird an der Wand angedrückt und mit der Profilkelle in einem gleichmäßigen Zug geformt, damit der Radius über die ganze Länge gleich bleibt. Innenecken, Außenecken und Stützenfüße bekommen dabei besondere Aufmerksamkeit, weil sich dort die Kehlen treffen. Die Arbeitsschritte vom Untergrund bis zum fertigen Sockel:

  • Untergrund vorbereiten: Fläche kugelstrahlen oder schleifen, Wandfuß und Kanten anschleifen
  • Grundierung auf Boden und Sockelbereich
  • Hohlkehle aus Epoxidharzmörtel ziehen oder vorgefertigtes Hohlkehlprofil einkleben
  • Bodenbeschichtung über die Kehle an der Wand hochziehen
  • Oberen Sockelrand sauber abkleben und abschließen

Vorgefertigte Hohlkehlen zum Einkleben

Neben der gezogenen Kehle gibt es vorgefertigte Hohlkehlprofile. Das sind Dreikantprofile mit gerundeter Sichtseite, die wir in den Winkel zwischen Boden und Wand einkleben und anschließend mit der Beschichtung überziehen.

Auf langen, geraden Wänden spielen Fertigprofile ihre Stärken aus. Der Radius ist ab Werk überall gleich, die Montage geht schneller, und die Fläche ist früher bereit für die Beschichtung. Bei Innen- und Außenecken, um Stützen, Rohrdurchführungen und auf unebenen Wandfüßen ziehen wir die Kehle dagegen aus Mörtel, weil sie sich dort jeder Form anpasst.

Oft kombinieren wir beides in einem Raum.


Hohlkehle statt Sockelleiste

Eine aufgesetzte Sockelleiste lässt immer eine Fuge zwischen Boden und Leiste. Dort zieht Reinigungswasser ein, dort sammelt sich Schmutz, und mit der Zeit löst sich die Leiste. Eine Hohlkehle gehört dagegen zur Beschichtung selbst. Es gibt nichts, das sich ablösen oder verschieben kann, und keine Fuge, die nachgedichtet werden muss.

Hohlkehlen führen wir bei Industrieboden auf Epoxidbasis aus, bei WHG-Beschichtung und in Parkbauten. Auch bei einem Designboden kann ein hochgezogener Sockel sinnvoll sein, wenn der Raum nass gereinigt wird.


Fehler am Übergang Boden und Wand

Bei Sanierungen sehen wir am Wandanschluss immer wieder dieselben Mängel. Die Beschichtung endet stumpf an der Wand, ohne Kehle und ohne Sockel. Oder der Randbereich wurde nicht vorbereitet, weil die große Maschine dort nicht hinkommt, und die Beschichtung löst sich zuerst an der Wand. Wir schleifen diese Zonen mit kleinen Diamantschleifern nach, bis der Untergrund auch am Rand tragfähig ist.

Eine abgelöste Kehle wird bei uns nicht überstrichen, sondern zurückgebaut und neu hergestellt.

Auch ein uneben verlegter Estrich macht sich am Rand bemerkbar. Liegt der Boden an der Wand höher oder tiefer als in der Fläche, gleichen wir das vor dem Ziehen der Kehle aus. Sonst wird die Kehle unterschiedlich stark und reißt an den dünnen Stellen.


(03) Fragen

Häufige Fragen zu Hohlkehlen & Sockel.

Wozu dient eine Hohlkehle?

Sie rundet die Ecke zwischen Boden und Wand aus. Dadurch gibt es keine Schmutzecke, die Fläche lässt sich bis an die Wand reinigen, und die Beschichtung läuft fugenlos in den Sockel über.

Wie hoch wird ein Sockel?

Sockelhöhe und Radius der Hohlkehle legen wir nach Nutzung fest. Eine Großküche stellt andere Anforderungen als ein Auffangraum oder eine Tiefgarage. Das klären wir bei der Besichtigung.

Aus welchem Material besteht die Hohlkehle?

Aus Epoxidharzmörtel. Er wird auf die Grundierung aufgebracht, mit der Profilkelle gezogen und anschließend mit der Bodenbeschichtung überzogen.

Kann eine Hohlkehle nachträglich eingebaut werden?

Ja, im Rahmen einer Betoninstandsetzung oder einer neuen Beschichtung. Der Randbereich wird dafür bis auf tragfähigen Untergrund vorbereitet und anschließend neu aufgebaut.

Brauchen Stützen in der Tiefgarage einen Sockel?

Wir empfehlen ihn. Am Stützenfuß trifft Spritzwasser mit Tausalz auf den Beton. Ein hochgezogener Sockel mit anschließendem Wandschutz nach OS 4/OS 5b schützt diese Zone, auf Wunsch mit gelb-schwarzer Warnmarkierung.

Sind Hohlkehlen in WHG-Flächen sinnvoll?

Ja. Ein Auffangraum muss auch an Wänden und Aufkantungen dicht sein. Mit Hohlkehle und hochgezogener Beschichtung entsteht ein dichter Anschluss ohne Fuge. Gerade an diesen Rändern zeigt sich bei Prüfungen, ob eine Fläche fachgerecht ausgeführt wurde, deshalb behandeln wir sie mit derselben Sorgfalt wie die Fläche.

(04) Weitere Systeme

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