WinterdienstJetzt Objekte für die Saison einplanen: Räumen & Streuen 24/7, bundesweit.
  • Fugensanierung
  • Fugenkanten
  • Fugenprofile
  • Industrieboden

Fugen­sanierungfür Industrie­böden und Parkhäuser.

Jeder Stapler, der über eine kaputte Fuge rollt, schlägt ein Stück mehr heraus. Was als kleiner Kantenausbruch beginnt, wird zur Rinne, die Räder und Lager beschädigt und Ware zum Kippen bringt. In Parkhäusern läuft durch offene Fugen Wasser mit Tausalz in die Konstruktion. Wir sanieren Fugen in Industrieböden und Parkbauten so, dass Kanten und Dichtung der Belastung wieder standhalten.

02Fugenkante, EP-Mörtel05Fugendichtstoff04Hinterfüllprofil03Bodenbeschichtung01Betonplatte mit Fuge
Abb. — Schnitt durch eine sanierte Fuge, schematisch

(01) Eckdaten

Technische Eckdaten.

Richtwerte – der konkrete Aufbau richtet sich nach Untergrund, Belastung und Herstellerzulassung.

Basis
EP-Mörtel, PU, Profile
Fugen
Schein-, Bewegungs-, Anschlussfugen
Ausführung
abschnittsweise
  • Ausgebrochene Fugenkanten
  • Bewegungs- und Scheinfugen
  • Fugenprofile für Staplerverkehr
  • WHG-Fugenabdichtung

(02) Fachwissen


Fugenarten im Industrie­boden

Fuge ist nicht gleich Fuge. Bevor wir sanieren, klären wir, welche Aufgabe die Fuge im Bauteil hat. Eine Bewegungsfuge darf nie starr verfüllt werden. Wer sie mit Mörtel schließt, verschiebt den Riss nur an eine andere Stelle.

Scheinfugen und Schwindfugen

Sie werden in die junge Bodenplatte geschnitten, damit der Beton beim Schwinden dort reißt, wo es geplant ist. Danach bewegen sie sich wenig, liegen aber mitten im Fahrweg.

Bewegungsfugen und Dehnfugen

Sie trennen Bauteile vollständig und nehmen Bewegungen aus Temperatur und Last auf. Eine starre Füllung reißt hier ab, die Fuge braucht einen elastischen Dichtstoff oder ein Profil.

Anschlussfugen

Sie liegen zwischen Boden und Wand, Stütze, Rinne oder Fundament. Weil hier unterschiedliche Bauteile zusammenkommen, reißen sie leicht ab.


Warum gehen Fugen kaputt?

Im Industrieboden sind es die Räder. Staplerrollen aus hartem Kunststoff federn nicht, sie schlagen bei jeder Überfahrt auf die Fugenkante. Ist die Kante einmal angebrochen, wird der Schlag härter und der Ausbruch größer.

Dazu kommen Fugendichtstoffe, die versprödet oder von den Flanken abgerissen sind. Dann fehlt der Kante die seitliche Stütze, Schmutz setzt sich in die Fuge, und bei Nassreinigung läuft Wasser unter die Platte.

In Parkhäusern und Tiefgaragen ist das größte Risiko eindringendes Wasser mit Tausalz. Über eine undichte Fuge erreicht es die Bewehrung und die Bauteile darunter.


Fugen­sanierung Schritt für Schritt

Eine Fuge nur neu auszuspritzen, wenn die Kanten schon ausgebrochen sind, hält nicht lange. Wir raten davon ab, eine Schadstelle zu überdecken, statt sie zu sanieren.

Den Epoxidharzmörtel bauen wir so auf, dass die neue Kante bündig mit dem Boden abschließt. Danach wird die Fuge in ihrer ursprünglichen Lage wieder freigeschnitten. Zum Vorbereiten setzen wir eigene Fräsen und Diamantschleifer ein. Unser Ablauf:

  • Fuge aufschneiden, alten Dichtstoff und lose Kantenbereiche entfernen
  • Fugenkanten mit Epoxidharzmörtel neu aufbauen
  • Fugenflanken reinigen und für den Dichtstoff vorbereiten
  • Hinterfüllprofil einlegen, damit der Dichtstoff nur an den Flanken haftet
  • neuen Fugendichtstoff einbringen, aus Polyurethan oder Polysulfid je nach Belastung

Fugenprofile für hohe Staplerlast

Bei starkem Staplerverkehr kommt auch die beste Mörtelkante an ihre Grenze. Dort setzen wir Fugenprofile aus Stahl oder Aluminium ein, die die Kanten schützen und die Last über die Fuge leiten.

Befahrbare Fugenprofile gibt es auch für Bewegungsfugen. Sie lassen die Bewegung der Bauteile zu und bieten den Rädern trotzdem eine durchgehende Fahrfläche. Eingebaut werden die Profile in einem ausgestemmten oder ausgefrästen Streifen entlang der Fuge und dort fest mit dem Untergrund verbunden. Welche Lösung passt, entscheiden wir nach Verkehr, Fugenbreite und Bewegung vor Ort.


Fugen im Parkhaus: Übergänge und OS-Systeme

Im Parkhaus muss eine Fuge nicht nur befahrbar, sondern auch dicht sein. An Bewegungsfugen zwischen Bauteilen setzen wir Fugenüberbrückungen und Fahrbahnübergänge ein.

Wird das Deck neu beschichtet, binden wir die Fugen in das Oberflächenschutzsystem ein. Bei OS 11 wird die Fuge in den Aufbau integriert, bei OS 10 mit PMMA führen wir die Abdichtung mit Vlies über die Fuge. So entsteht keine Schwachstelle zwischen Fläche und Fuge, an der Wasser und Chloride eindringen können.

Hat der Beton an alten Fugen schon über Jahre Tausalz aufgenommen, gehört eine Betoninstandsetzung dazu. Bei älteren Objekten mit Chloridbelastung lassen wir das vorher untersuchen.


Fugen in WHG-Flächen

In Bereichen, in denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird, ist die Fuge Teil der Dichtfläche. Hier dürfen nur zugelassene Fugendichtsysteme eingebaut werden, und zwar durch einen Fachbetrieb nach § 62 AwSV. Wir sind ein solcher Fachbetrieb, zertifiziert durch den TÜV SÜD, und führen Fugensanierung und WHG-Beschichtung zusammen aus.

Fugen in Auffangflächen, Abfüllplätzen und Lagerbereichen prüfen wir genauso gründlich wie die Fläche. Eine dichte Beschichtung nützt nichts, wenn die Fuge daneben offen ist.


Typische Fehler bei der Fugen­sanierung

Wenn wir Fugen übernehmen, die schon einmal saniert wurden, sehen wir immer wieder dieselben Fehler. Der Dichtstoff wurde ohne Hinterfüllprofil eingebracht, haftet am Fugengrund und reißt bei der ersten Bewegung. In einer Bewegungsfuge sitzt starrer Mörtel. Oder der Dichtstoff wurde auf verschmutzte, nicht vorbereitete Flanken gespritzt und löst sich nach kurzer Zeit.

Ein falsches System oder eine fehlende Untergrundvorbereitung lässt sich später nur korrigieren, indem alles wieder ausgebaut wird.


Sanierung bei laufendem Betrieb

Eine Halle muss für die Fugensanierung nicht stillstehen. Wir arbeiten abschnittsweise und sperren nur den Bereich, in dem gerade geschnitten, aufgebaut oder verfüllt wird. So bleiben Fahrwege und Lagerplätze nutzbar, während die Fugen Stück für Stück erneuert werden.

Sind neben den Fugen auch Flächen beschädigt, verbinden wir die Arbeiten mit einer Betoninstandsetzung. Unser Schwerpunkt liegt in München und Bayern, größere Hallen und Parkbauten übernehmen wir auch deutschlandweit.


(03) Fragen

Häufige Fragen zu Fugen­sanierung.

Warum brechen Fugenkanten im Industrie­boden aus?

Staplerrollen aus hartem Kunststoff schlagen bei jeder Überfahrt auf die Kante. Fehlt zusätzlich der Fugendichtstoff als seitliche Stütze, bricht die Kante Stück für Stück weg.

Reicht es, die Fuge neu auszuspritzen?

Nur wenn die Kanten intakt sind. Ausgebrochene Kanten bauen wir zuerst mit Epoxidharzmörtel neu auf, sonst reißt der neue Dichtstoff bald wieder ab.

Welcher Fugen­dichtstoff wird verwendet?

Wir setzen Dichtstoffe aus Polyurethan oder Polysulfid ein. Die Wahl richtet sich nach mechanischer und chemischer Belastung der Fläche.

Wann sind Fugenprofile aus Stahl oder Aluminium sinnvoll?

Bei hoher Staplerlast. Die Profile schützen die Kanten dauerhaft und leiten die Radlast über die Fuge. Für Bewegungsfugen gibt es befahrbare Profile.

Wie werden Fugen im Parkhaus abgedichtet?

Mit Fugenüberbrückungen oder Fahrbahnübergängen an Bewegungsfugen und durch Einbindung in das OS-System. Bei OS 10 mit PMMA führen wir die Abdichtung mit Vlies über die Fuge.

Dürfen Sie Fugen in WHG-Flächen sanieren?

Ja. Wir sind Fachbetrieb nach § 62 AwSV und bauen in WHG-Flächen nur zugelassene Fugendichtsysteme ein.

(04) Weitere Systeme

Weitere Leistungen.

Alle Beschichtungssysteme